Arbeitsmarkt
Die Schweizer Arbeitswelt war noch nie so vielfaeltig
Heute arbeiten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt fünf Generationen nebeneinander – mit unterschiedlichen Erwartungen, Werten und Arbeitsweisen. Diese Unterschiede haben nichts mit Leistung zu tun, sondern mit Prägung. Werden sie verstanden und bewusst genutzt, werden sie zu einer echten Stärke für Teams.
Dieser Artikel beleuchtet ausgehend von einem echten Gespräch fünf zentrale Unterschiede zwischen der Gen Z und den Babyboomern im Berufsalltag.
Zum ersten Mal in der modernen Geschichte sind auf dem Schweizer Arbeitsmarkt fünf Generationen gleichzeitig vertreten. Laut Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) stellt die Generation Y mit 36,2 % den grössten Anteil der Erwerbsbevölkerung, dicht gefolgt von der Generation X mit 34,7 %. Die Gen Z wächst weiter und erreicht 17,1 %. Die Babyboomer, die in den 1990er-Jahren mit beinahe der Hälfte der Erwerbsbevölkerung den Arbeitsmarkt prägten, kommen heute noch auf 11,6 %. Die verbleibenden 0,4 % entfallen auf die stille Generation. Noch vor Ende des Jahrzehnts wird zudem eine sechste Gruppe erste Schritte auf dem Arbeitsmarkt machen: die ersten Vertreter:innen der Generation Alpha.
Dieser Generationenabstand umfasst mehr als ein halbes Jahrhundert an unterschiedlichen Erziehungsstilen, Arbeitsbeziehungen und Erwartungen daran, was Arbeitgebende bieten sollten. Das ist kein Hindernis, das überwunden werden muss, sondern eine Chance, die sich nutzen lässt – sofern Teams bereit sind, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen.
In diesem Artikel schaut der Job Coach darauf, was diese Vielfalt ganz konkret bedeutet. Ausgangspunkt ist ein Gespräch im jobs.ch-Podcast (Unmuted). Darin sprechen Steffi aus der Gen Z und Christina, Babyboomerin und Teamleiterin bei JobCloud, offen über ihre Arbeitsweise, ihre Grenzen und überraschenderweise auch über ihre Gemeinsamkeiten. Im Folgenden stellen wir fünf Themen vor, die sich aus diesem Austausch herauskristallisiert haben. Statt Konfliktsignale zu sein, zeigen sie Fragen auf, mit denen sich jedes generationenübergreifende Team genauer beschäftigen sollte.
Fünf Generationen bei der Arbeit: Was bedeutet das?
Die fünf Beispiele oben sind kein vollständiger Überblick über Generationenunterschiede. Es sind fünf echte Gesprächsmomente zwischen einer Babyboomerin und einer Gen-Z-Kollegin, die Aspekte sichtbar machen, auf die sich ein genauerer Blick lohnt. Was diese Menschen gemeinsam haben, ist Folgendes: Der Generationengraben ist nur selten eine Frage der Ergebnisse. Es geht vielmehr um Prägung. Es geht darum, wie Menschen gelernt haben, sich zu Autorität zu verhalten, Widerspruch auszudrücken oder zu verstehen, was Engagement gegenüber Arbeitgebenden bedeutet. Solche Muster sitzen tief und verändern sich nicht einfach durch ein gutes Onboarding-Programm.
Wichtig ist dabei eines von Anfang an: Die Behauptung, die Gen Z wolle nicht arbeiten, wird durch die Schweizer Daten nicht bestätigt. Das BFS verzeichnete für die 20- bis 24-Jährigen in der Schweiz im Jahr 2023 eine Erwerbsquote von 78,4 %. Dieser Wert ist gestiegen, seit die Gen Z in den Arbeitsmarkt eingetreten ist. Weniger akzeptiert werden offenbar schlechte Arbeitsbedingungen ohne nachvollziehbare Erklärung. Das ist etwas anderes. Genau diese Unterscheidung ist entscheidend.
Christina spricht diesen Unterschied mit grosser Offenheit an. Als Teamleiterin ermutigt sie ihre Mitarbeitenden aktiv dazu, bei der Arbeit offen über ihre mentale Gesundheit zu sprechen. Sie selbst würde das nicht tun. Nicht weil sie es falsch fände, sondern weil ihre Erziehung es ihr nicht erlaubt. Sie benennt diesen Widerspruch offen, ohne sich dafür zu entschuldigen.
«Alle Generationen sind dafür gemacht, zusammenzuleben. Es gab Zeiten, in denen wir grosse Familien hatten und alle, von den Jüngsten bis zu den Grosseltern, unter einem Dach lebten und voneinander lernten.» – Christina, Babyboomerin, Job Cloud
Gerade dieses Bild beschreibt wohl am besten, wie ein generationenübergreifendes Team im besten Fall funktioniert. Es geht nicht um eine künstliche Diversitätsinitiative, sondern um echten Austausch. Ältere Kolleg:innen bringen Erfahrung, Urteilsvermögen und die Fähigkeit mit, Kurs zu halten. Jüngere Kolleg:innen bringen Dynamik, neue Perspektiven und den Willen mit, lang etablierte Praktiken infrage zu stellen.
Verschiedene Generationen stehen nicht in gegensätzlichen Lagern. Ein Team, das diesen Grundsatz versteht, arbeitet besser. Für alle.
Steffi und Christina haben in ihrem Gespräch all diese Themen und noch viele weitere angesprochen. Das ist ein weiterer Beleg dafür, wie wertvoll generationenübergreifender Austausch sein kann.
Die Generation Y stellt mit 36,2 % den grössten Anteil der Erwerbsbevölkerung. Direkt dahinter folgt die Generation X mit 34,7 %. Die Gen Z erreicht bereits 17,1 %. Für die 20- bis 24-Jährigen in der Schweiz verzeichnete das BFS 2023 eine Erwerbsquote von 78,4 %. Dieser Wert ist gestiegen, seit die Gen Z in den Arbeitsmarkt eingetreten ist. Weniger akzeptiert diese Generation offenbar schlechte Arbeitsbedingungen ohne nachvollziehbare Erklärung. Genau darin liegt der Unterschied.
Der Text dieses Artikels und das begleitende Bild wurden mit Unterstützung von KI erstellt.